Als dritter Lernort in der Ausbildung vermitteln die ÜK grundlegende Fachkompetenzen und vergleichen den Ausbildungsstand aller Lernenden.
Die Ausbildung der Lernenden basiert auf drei Säulen: Schule, beruflicher Praxis und überbetrieblichen Kursen. Die ÜK vermitteln grundlegende Fertigkeiten in den Schwerpunkten Planung (Konstruktion, Baumaterialien, Normen) und Visualisierung (Planzeichnen, CAD). Sie ermöglichen einen klasseninternen Vergleich des Ausbildungsstandes und kombinieren praktische sowie theoretische Beispiele.
Mit der Totalrevision der Bildungsverordnung (BiVo 2023) ändert sich der Aufbau der überbetrieblichen Kurse. Für eine Übergangszeit laufen zwei Systeme parallel.
Lernende, die ihre Lehre bis 2023 begonnen haben, schliessen nach der bisherigen Struktur ab. Bei der ZFA sind dies die Kurse ÜK A1–A4 sowie die Bau-Kurse ÜK B1 und B2. Die letzten dieser Jahrgänge sind noch bis 2027 in Ausbildung.
Lernende mit Lehrbeginn ab 2024 werden nach der neuen BiVo ausgebildet. Neu gibt es bei der ZFA sechs Kurse (ÜK 1–6) und bei der ZFI fünf Kurse (ÜK 1–5), in beiden Fachrichtungen neu 20 statt bisher 16 Kurstage. Die neuen Kurse werden zwischen 2024 und 2027 laufend eingeführt.
Die ÜK ZFA bereiten Architektur-Lernende auf ihre Aufgaben in Architekturbüros vor.
Im ÜK 1 stehen die handwerklichen Grundkenntnisse im Zentrum. Der Kurs soll den Auszubildenden die Möglichkeit bieten, ausserhalb des Betriebes erste berufsspezifische Fertigkeiten anzuwenden.
Im ÜK 2 und ÜK 4 wird auf den handwerklichen Fähigkeiten und Grundkenntnissen der Baukonstruktion aufgebaut und die digitale Planbearbeitung mittels CAD eingeführt: von der 2D-Bearbeitung bis zum Konstruieren am 3D-Modell mit Ausführungsplänen, Datenaustausch und Visualisierung.
Der ÜK 3 wird als gemeinsamer Kurs auf der Baustelle durchgeführt. Die Lernenden beschäftigen sich mit der praktischen Umsetzung von Bauprojekten und erlangen ein Verständnis für die unterschiedlichen Arbeitsgattungen sowie Zusammenhänge und Abhängigkeiten in der Ausführung.
Der neue ÜK 5 Grundlagen BIM vermittelt wesentliches Grundlagenwissen zur BIM-Methodik und ermöglicht den Auszubildenden, unter Anleitung digitale Modelle zu bearbeiten, Bauteile zu typisieren und diese mit Informationen zu versehen.
Der ÜK 6 vernetzt die erworbenen Kompetenzen. Die Übungen orientieren sich an den Vorgaben des Qualifikationsverfahrens und ermöglichen den Auszubildenden ihren Kompetenzstand einzuschätzen.
Mit der neuen BiVo werden wie bisher sechs Kurse angeboten: Der ÜK 5 Grundlagen BIM wird neu eingeführt, die Hauptverantwortung für das zweiwöchige Baustellenpraktikum liegt jedoch bei den Betrieben. Die Erfahrungen aus dem Baustellenpraktikum werden jeweils im Rahmen des ÜK 4 reflektiert.
Zeichnerische Grundlagen von Hand, Freihandskizze, Massaufnahme vor Ort, erste Konstruktionsprinzipien und Modellbau. Vollständig analog – das Fundament für die ganze Lehrzeit.
Einführung in die digitale Planbearbeitung: Aufbau der CAD-Software, 2D-Planzeichnen und Entwicklung von Konstruktionsdetails mit Fokus Innenausbau.
Kurs auf der Baustelle mit Fokus auf Bauprozesse, Ausführungsdetails und praktische Umsetzung, Baubegleitung und -kontrolle.
Konstruieren mit dem CAD-3D-Modell, Nutzung und Austausch gängiger Datenformate, Visualisierung und Bildbearbeitung.
Neu mit der revidierten BiVo: Einführung ins virtuelle Konstruieren und Planen, Grundlagen der BIM-Methodik, Bearbeiten digitaler Modelle.
Die erworbenen Kompetenzen werden vernetzt und analog sowie digital angewendet. Die Aufgaben orientieren sich an den Vorgaben des Qualifikationsverfahrens.
Lernende mit Lehrbeginn bis und mit 2023 schliessen nach der bisherigen Struktur (ÜK A1–A4 sowie Bau-Kurse ÜK B1 und B2) ab. Die letzten Jahrgänge sind noch bis 2027 in Ausbildung.
Kursobjekte vergangener ÜK-Kurse ZFA – Leitfäden und Beilagen als Muster, damit du weisst was dich erwartet.
Beilagen (Pläne, Datenblätter, Schnitte):
Beilagen (Pläne, Datenblätter, Schnitte):
Beilagen (Pläne, Datenblätter, Schnitte):
Die überbetrieblichen Kurse ZFI vermitteln Lernenden der Raum- und Bauplanung die Kompetenzen für Konstruktion, Tragwerk und Infrastruktur. Sie finden klassenintern statt und sind identisch für alle ZFI-Lernenden im Kanton Aargau.
Bei der Fachrichtung Ingenieurbau umfassen die ÜK nach neuer BiVo ebenfalls 20 Tage, verteilt auf fünf Kurse. Neu kommt ein Kurs zum Thema BIM dazu. ÜK 4 und 5 finden erstmals 2027 statt.
Im Zentrum der ÜK ZFI stehen drei Schwerpunktbereiche: mathematische Grundlagen, naturwissenschaftliche Grundlagen sowie Planung und 3D-Modellierung. Diese bilden das Fundament für die Arbeit von Zeichner:innen im Ingenieurbau.
ÜK 1 startet mit den zeichnerischen Grundlagen, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, der Vermessung eines Objekts sowie der Einführung ins fachspezifische Konstruieren. ÜK 2 + 3 vertiefen Schalungs- und Bewehrungspläne, Stahlbau und Holzbau sowie die Planung im Bereich Strassenbau mit Grabenbau und Werkleitungen. In ÜK 4 + 5 werden die Grundlagen der BIM-Methodik und neue Technologien mit innovativen Baustoffen, neuen Bauverfahren und modernen Werkzeugen vermittelt.
Die Kurse finden klassenintern statt und sind identisch für alle ZFI-Lernenden im Kanton Aargau. Das ermöglicht einen vergleichbaren Ausbildungsstand und eine gemeinsame Basis für die Lehrabschlussprüfung.
Kennenlernen der Bauwelt, zeichnerische Grundlagen und die wichtigsten digitalen Basics; Schulung der gängigen CAD-Programme.
Fokus auf die Bauweise in Stahlbeton; komplexe Pläne teils von Hand, teils mit CAD.
Infrastrukturplanung – Verkehrswege, Kanalisation, Strassenraum – und die Anwendung der spezifischen Tiefbau-Normen.
Vertiefung von Tragwerk, Schalung und Bewehrung; eigenständige Planbearbeitung. Erstmals 2027.
Neu mit der revidierten BiVo: Einführung in die BIM-Methodik und das modellbasierte Arbeiten im Ingenieurbau. Erstmals 2027.