Ein Berufsfeld – zwei spannende Fachrichtungen. Entdecke, welche zu dir passt.
Zeichner:innen EFZ gestalten unseren Lebensraum vom Wohnhaus bis zur Brücke. Es gibt fünf Fachrichtungen in diesem Beruf (Architektur, Ingenieurbau, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Raumplanung); im Kanton Aargau sind wir als Verband für zwei davon zuständig: Architektur und Ingenieurbau. Beide arbeiten technisch und gestalterisch, beide mit CAD und auf der Baustelle – aber sie haben unterschiedliche Schwerpunkte.
Pläne, Modelle, CAD – du gestaltest die gebaute Umwelt von morgen. Wohnungen, Schulen, Büros: Räume in denen Menschen leben.
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Brücken, Tunnels, Tragwerke – du planst, was Bestand hat. Die Infrastruktur, auf der unser ganzes Leben aufbaut.
Beruf entdeckenFür den Beruf Zeichner:in EFZ wurde eine Totalrevision der Bildungsverordnung (BiVo) und des Bildungsplans (BiPla) durchgeführt – eine Antwort auf Digitalisierung, BIM und neue Arbeitsprozesse. Die neuen Erlasse gelten für Lernende mit Lehrbeginn ab 2024.
Die alte Bildungsverordnung aus dem Jahr 2009 – bewährte Grundlage für jahrelange Berufsbildung.
Stärker auf Handlungskompetenzen ausgerichtet, mehr Gewicht auf digitale Planung (CAD, BIM), neu strukturierte überbetriebliche Kurse (ZFA 6 Kurse, ZFI 5 Kurse, je 20 Tage) und ein revidiertes Qualifikationsverfahren, das erstmals für Lernende mit Abschluss ab 2028 gilt.
Drei kurze Videos der zuständigen OdA Plavenir erklären die wichtigsten Änderungen – was sich für Lehrbetriebe, Berufsbildner:innen und Lernende konkret ändert.
Was ist neu in der BiVo 2023?
Was ändert sich für ZFA?
Was ändert sich für ZFI?
Der revidierte Bildungsplan bringt keinen grundlegenden Wechsel der Fachinhalte, sondern eine neue Art des Lernens und Unterrichtens – mit Fokus auf Handlungskompetenz, praxisnahe Situationen und vernetztes Denken.
Mit dem neuen Bildungsplan für Zeichner:innen EFZ Fachrichtung Architektur rückt die berufliche Handlungskompetenz ins Zentrum der Ausbildung. Ziel ist es, Lernende nicht nur mit Fachwissen auszustatten, sondern sie darauf vorzubereiten, berufliche Aufgaben selbstständig, verantwortungsvoll und praxisnah zu lösen.
Der Unterricht orientiert sich deshalb stärker an realen Handlungssituationen aus dem Berufsalltag. Theoretisches Wissen bleibt eine wichtige Grundlage, wird jedoch nicht mehr als Selbstzweck vermittelt. Vielmehr soll es dort erarbeitet werden, wo es für die Bearbeitung konkreter Aufgaben benötigt wird. Entscheidend ist die Fähigkeit, Wissen in der Praxis anzuwenden und unterschiedliche Kompetenzen miteinander zu verknüpfen.
Eine wesentliche Neuerung des Bildungsplans ist die thematische Organisation der Lerninhalte. Während der bisherige Unterricht häufig einzelne Fachgebiete getrennt behandelte, werden die Inhalte heute in zusammenhängenden Themenfeldern aufgebaut, die sich über die gesamte Lehrzeit hinweg wiederholen, vertiefen und miteinander verknüpfen.
Dieser spiralförmige Kompetenzaufbau ermöglicht es den Lernenden, bereits erworbene Kenntnisse in neuen Zusammenhängen anzuwenden und schrittweise zu erweitern. Mit jedem Lehrjahr steigen sowohl die Komplexität der Aufgaben als auch die Anforderungen an die Selbstständigkeit.
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Der neue Bildungsplan bringt keinen grundlegenden Wechsel der Fachinhalte, sondern eine neue Art des Lernens und Unterrichtens. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Handlungssituationen, vernetztes Denken und die Fähigkeit, Wissen zielgerichtet anzuwenden. Damit orientiert sich die Ausbildung noch stärker an den Anforderungen des Berufsalltags und schafft die Voraussetzungen dafür, dass angehende Zeichner:innen ihre Kompetenzen bereits während der Lehre in realistischen Projektsituationen entwickeln und festigen können.
Für den Unterricht bedeutet dies verschiedene Veränderungen. Die Lernenden arbeiten häufiger an praxisnahen Aufträgen mit Bezug zu ihrem Ausbildungsbetrieb oder zu realistischen Projektsituationen. Sie übernehmen mehr Verantwortung für ihren Lernprozess, werden bei der Selbstorganisation begleitet und dokumentieren ihre Arbeiten beispielsweise in Portfolios oder Projektdokumentationen. Auch die Beurteilung entwickelt sich weiter: Neben dem fertigen Ergebnis werden zunehmend der Arbeitsprozess, die Zusammenarbeit im Team sowie die individuelle Entwicklung berücksichtigt.
Diese Ausrichtung entspricht den Anforderungen des Berufes. Zeichner:innen arbeiten im Berufsalltag interdisziplinär, koordinieren unterschiedliche Fachbereiche und entwickeln Lösungen gemeinsam mit anderen Beteiligten. Entsprechend fördert auch der Unterricht vermehrt Teamarbeit, Kommunikation und vernetztes Denken.
Gleichzeitig bedeutet Handlungskompetenzorientierung nicht, dass auf theoretische Grundlagen verzichtet wird. In Bereichen wie Bauphysik, Statik oder den naturwissenschaftlichen Grundlagen bleibt fundiertes Fachwissen unverzichtbar. Neu werden Theorie und Praxis jedoch – wo immer sinnvoll – miteinander verbunden, anstatt sie konsequent nacheinander zu vermitteln.
Alle wichtigen Reglemente, Programme und Infos für die Ausbildung – sortiert nach Themengebiet.
Mach in jedem Berufsbild den kurzen Selbsttest und finde heraus, was dich anspricht. Oder komm an die Berufsschau und sieh beide Berufe live im Einsatz.